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10.05.2024

Road to Bern (Versuch 2024) – Sieg 1!

(m.s)
Wo es am Ende hingehen soll, ist klar: Bundesbern! Auf dem Weg dahin stehen den Wild Pigs im Cup aber noch einige Hürden bevor. Die erste wurde gemeistert, womit zumindest schon einmal das Zwischenziel Davos zur Hälfte erreicht ist.


Bern. Die Heimat eidgenössischer Entscheidungsträgerinnen und Sesselfurzer. Insbesondere die historische Altstadt mit ihren charakteristischen Lauben, die Aare mit ihrer malerischen Schlaufe und natürlich der Bärengraben mit seinen grummligen Silvans, äh Bären, locken jährlich unzählige Menschen ins politische Zentrum der Schweiz. Doch wirklich wichtig ist dort eigentlich nur eines: der Unihockey-Cupfinal.

Selbstredend wollen auch die Wild Pigs aus dem beschaulichen Andelfingen mit ihrer charmanten 3.-Liga-Truppe dorthin. Da es verwegen wäre, schon zu Beginn des Wettbewerbs grosskotzig mit einer allfälligen Reise nach Bern zu prahlen (was die bescheidenen Wildsauen natürlich niemals tun würden), setzten sich die Weinländer zunächst ein etwas chronologisch näheres Ziel (geografisch sind die Distanzen ähnlich): Davos.

Das 2.-Liga-Spitzenteam Iron Marmots Davos-Klosters II (2023/2024 Rang zwei hinter Aufsteiger UHC Löwen Bürglen) würde in der dritten Runde warten. Sofern in der zweiten 2.-Liga-Absteiger und somit Neo-Drittligist Red Lions Frauenfeld bezwungen wird.

Aber das ist bekanntlich alles noch Zukunftsmusik. Zunächst galt es Runde eins zu überstehen. Und auch der Gegner vom Mittwochabend, 8. Mai, war nicht zu unterschätzen. Während die Wild Pigs in der abgelaufenen Saison zwar in der 3. Liga spielten, sich dort aber gegen den Abstieg wehren mussten, gehörten die Phantoms Rafzerfeld in der 4. Liga zu den besseren Teams (3. Rang). Eine konzentrierte und abgeklärte Leistung war also gefordert.

Trainerfux Fido wusste das selbstverständlich und stimmte seine Mannen entsprechend ein. Für das erste Kapitel der Mission Road to Bern bot er gleich drei Torhüter auf (es waren ja schliesslich 3 x 20 Minuten zu spielen und Goalies sind fragile Geschöpfe), sodass sich Nici Wipf, Jan Wipf und Yannik Caspar die Partie solidarisch untereinander aufteilten.


1. Drittel, Wild Pigs vs. Phantoms 4:1 (4:1)

Die oberklassigen Gäste fanden in der Rafzer Saalsporthalle Schalmenacker rasch den Tritt. Ohne unnötige Risiken einzugehen, starteten sie konzentriert und sicher in die Partie, liessen den Ball laufen und wechselten zügig durch. Bald schon kamen sie zu ersten Chancen, während sie hinten nur wenig zuliessen. In der 8. Spielminute wurden die Bemühungen ein erstes Mal belohnt. Nachdem er von Sevi Keller den Ball übernommen hatte, drehte Patrik Wipf raschen Schrittes eine Runde durch die gesamte Offensivzone, ehe er aus der Drehung abzog und die Pinken in Führung schoss. Kurz darauf brachten sich die Wild Pigs jedoch selbst in Schwierigkeiten. Sevi Keller, zuvor noch Assistgeber, liess sich zu einem Stockschlag von hinten verleiten, was ihm zwei Minuten Nachdenkzeit bescherte. Das fällige Powerplay wussten die Phantoms souverän auszunutzen.

Doch damit war der Hunger der Wildsauen geweckt. In der 14. und 15. Spielminute waren sie innerhalb von nur 78 Sekunden gleich dreimal erfolgreich. Zuerst liess Raphi Küchler von hinter der Mittellinie einen verdeckten Schuss von seiner Schaufel, der durch Freund und Feind hindurch seinen Weg bis ins Rafzer Netz fand. Danach war es Sevi Keller, der sich sogleich für seine zuvor eingehandelte Strafe rehabilitierte. Und schliesslich verwertete GT#53 (Name der Redaktion bekannt) einen schönen Querpass von Raphi Küchler zum 4:1 aus Weinländer Sicht. Als die Phantoms kurz vor der ersten Pause auch noch eine Strafe wegen zu wenig Abstand bei einem Freistoss kassierten, schien dem Wildsauenglück nichts mehr im Weg zu stehen.


2. Drittel, Wild Pigs vs. Phantoms 11:5 (4:1, 7:4)

Trotz guter Chancen wollte vor dem Unterbruch kein Treffer in Überzahl fallen. Glücklicherweise durften die Wild Pigs auch im zweiten Abschnitt noch einige Sekunden mit einem Mann mehr agieren. Und davon konnten sie profitieren. Nach herrlichem Tiki-Taka-Passspiel von Päde Wipf über Raphi Küchler zu Flo Fuchs erzielten die Andelfinger ihr fünftes Tor des Spiels. Dass sie wenig später den zweiten Gegentreffer hinnehmen mussten, war zu diesem Zeitpunkt nur eine Randnotiz.

Denn die Weinländer waren nun richtig heiss. Kontinuierlich bauten sie ihren Vorsprung aus. Abermals Flo Fuchs, Sevi Keller und Mario Hächler sorgten noch vor Spielhälfte für klare Verhältnisse. Nach dem 8:2 (Zeit: 29:17) wechselten die Phantoms ihren Torhüter, doch auch der neue Mann zwischen den Pfosten war rasch bezwungen. Nur gut zwei Minuten später schickte Flo Fuchs Linienkamerad GT#53 (Name der Redaktion gerade entfallen) in die offensive Ecke. Dort grub GT#53 (Name der Redaktion wieder eingefallen) den Ball aus, wuselte ein bisschen durch die Gegend, ehe er aus der Drehung abschloss und zum 9:2 traf.

Nun sah der Phantoms-Trainer keine andere Möglichkeit, als ein Timeout zu nehmen, um sein Team wieder auf Kurs zu bringen. Es zeigte Wirkung. Bald schon waren sie erfolgreich. Doch keine Zeigerumdrehung später handelten sie sich zum zweiten Mal eine Strafe ein, dieses Mal wegen Stockschlags. Und zum zweiten Mal nutzten die Wild Pigs die Überzahl aus. Päde Wipf verwertete die Vorlage von Flo Fuchs zur Vollendung des Stängelis.

Trotz des kurzen Rückschlags schienen sich die Phantoms die Anweisungen ihres Trainers zu Herzen zu nehmen. Kaum wieder vollzählig verkürzten sie zuerst auf 10:4, dann per Penalty auf 10:5. Konnte es für die Wild Pigs doch noch gefährlich werden? Flo Fuchs war dagegen. Er stibitzte die Kugel dem Gegner vom Stock und zog alleine aufs Rafzer Tor los. 11:5!


3. Drittel, Wild Pigs vs. Phantoms 12:8 (4:1, 7:4, 1:3)

Flos dritter Treffer des Abends kurz vor der zweiten Pause schien der letzte Nagel im Sargdeckel der Phantoms zu sein. Zu Beginn des Schlussdrittels waren die Gastgeber stehend k.o. Alles deutete daraufhin, dass die Wild Pigs den Sieg in der ersten Cup-Runde locker eintüten würden. Doch es wäre kein Wild-Pigs-Spiel, wenn nicht doch noch plötzlich Spannung aufkäme. Woran es lag, ist schwierig zu sagen. Vielleicht fühlte man sich zu sicher und liess die Konzentration etwas fahren, vielleicht war es auch einfach nur Pech. Oder vielleicht war der Grund auch einfach, dass Joker Daniel Jucker, der aufgrund einer langen Selbstfindungsreise in die Bündner Berge die halbe Saison 2023/2024 verpasst hatte und nun im Trainingsrückstand war, für die letzten 20 Minuten auch noch zu seinen Einsätzen kam. Okay, Letzteres wird es kaum gewesen sein, aber der kleine Seitenhieb sei mir verziehen.

Jedenfalls erzielte Rafz in der 46. Minute praktisch aus dem Nichts das 11:6. Dann das 11:7 (47. Minute), und dann auch noch das 11:8 (54. Minute). Und auf einmal war das unterklassige Heimteam die spielkontrollierende Mannschaft. Doch die Wild Pigs kämpften weiter, zwar nicht mehr so offensiv souverän wie über weite Strecken, aber dafür defensiv aufopferungsvoll, um keine weiteren Gegentreffer mehr zu erlauben. Und neun Sekunden vor dem Ende fiel das erlösende 12:8. Päde Wipf stolperte den Ball irgendwie mit Hand und Fuss und Gegenspieler ins verlassene Tor. Das nervte den Phantoms Trainer so gewaltig, dass dem Schiedsrichter nichts anderes übrigblieb, als die längst überfällige Strafe wegen Reklamierens auszusprechen. Am Resultat änderte sich allerdings nichts mehr.


Fazit

Schritt eins auf der Road to Bern (with Zwischenziel Davos) ist getan. Als nächstes warten die Red Lions Frauenfeld, je nach Einteilung ein möglicher Gruppengegner in der 3.-Liga-Saison 2024/2025. Zwar spielten die Thurgauer zuletzt in der 2. Liga, aber die Wild Pigs müssen sich keineswegs verstecken. Zwei Drittel lang zeigten sie einen über weite Strecken souveränen Auftritt. Und trotz des hektischen Schlussdrittels fingen sie sich rechtzeitig, wodurch sie nie ernsthaft in Gefahr waren, das Spiel zu verlieren. Sind halt alles Geile Typen! GT!

Die Daten zu diesem Matchbericht stammen einerseits aus den Aufzeichnungen des renommierten Unternehmens Wild Pigs Stats & Goaltending Inc., und andererseits aus dem offiziellen Matchtelegramm von Swiss Unihockey (guckst du hier: https://www.swissunihockey.ch/de/game-detail?&game_id=1049442). In Letzteres hat es übrigens auch Dani "Danger" Jucker geschafft. In der 56. Minute ist ein Lattenschuss von ihm notiert.

Zum Abschluss soll hier noch die Trophäe für den "Man of the Match" (quasi den Gsten aller Ts) vergeben werden, den G-Punkt. Und dieser G-Punkt geht an …Trommelwirbel… Flo Fuchs! Mit drei Toren und drei Assists war er an der Hälfte der Wild-Pigs-Treffer direkt beteiligt. Ist einigermassen okay, denke ich.

In diesem Sinne: Sau, Sau, Wildsau!
Autor: M. S. aus A.
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