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31.10.2022

Ein Sonntag der Marke Pflicht erfüllt

(m.s)
Dank einer Vier-Punkte-Runde Mitte Oktober hatten sich die Wild Pigs in eine ausgezeichnete Ausgangslage gebracht. Mit einem weiteren guten Auftritt gegen Tabellenführer Stadel-Niederhasli und Zürich Oberland Pumas hätten sich die Weinländer endgültig nach oben orientieren können. Es klappte bedingt. Die Pflicht wurde erfüllt, mehr aber nicht.


Sonntagmorgen nach der Umstellung auf die Winterzeit: Gibt es einen besseren Zeitpunkt, um ein Unihockeyspiel zu absolvieren? Und dann stand dem Herren 1 der Wild Pigs erst noch ein Schmackerl bevor. Indem man vor drei Wochen vier Punkte einfuhr, hatte man sich eine ideale Ausgangslage für Meisterschaftsrunde 3 erarbeitet. Mit weiteren Siegen gegen das einzige ungeschlagene Team der Liga zum Einen und einen schwächer einzuschätzenden Gegner zum Anderen hätten sich die Andelfinger als Spitzenkraft der Gruppe etablieren können.


Stadel-Niederhasli II vs. UHC Wild Pigs 2:5

Die White Wolves standen vor der Runde in Elgg vom vergangenen Sonntag ohne Verlustpunkt an der Tabellenspitze. Ein dynamisches, schussstarkes Team und ein altbekannter Gegner. Neu ist hingegen die irrsinnige Kadergrösse der Unterländer in dieser Saison. Am Sonntag standen sie den Wild Pigs mit insgesamt 2 Torhütern, 15 Feldspielern und 2 Coaches gegenüber.

Sei es drum, auf dem Feld stehen letztlich doch nur drei Läufer und ein Fänger. Tatsächlich liessen sich die Wild Pigs von der Überzahl des Gegners hinter der Bande nicht einschüchtern und starteten gut in die Partie. In den ersten Einsätzen erarbeiteten sie sich sogleich einige vielversprechende Chancen, konnten sie jedoch nicht nutzen.

Dann schien die Schockstarre aber plötzlich doch noch einzusetzen. Statt wie zuvor versprochen clever zu verteidigen, liessen sich die Weinländer innert weniger Minuten gleich dreimal relativ einfach düpieren. Und schon lag man 0:3 zurück, was Hektik ins Wildsauenspiel brachte. Bis zur Pausensirene fiel auch noch das 0:4.

Nun gut, Halbzeit abhaken, durchatmen, in Halbzeit zwei besser machen. Vier Tore sind im Kleinfeldunihockey kein Weltuntergang. Voraussetzung für eine erfolgreiche Aufholjagd ist jedoch ein konzentrierter Start in den zweiten Abschnitt. Und genau dieses Kapitel scheinen die Weinländer Herren in der Vorbereitung auf die folgenden 20 Minuten übersprungen zu haben. Prompt dauerte es nicht lange und es stand 0:5.

Es war wohl der Genickbruch. Zwar fingen sich die Wild Pigs in den letzten zehn Minuten wieder und zeigten doch noch ansehnliches Unihockey. Zu mehr als etwas Ergebniskosmetik reichte es aber nicht. Stadel-Niederhasli blieb ungeschlagen, Andelfingen verlor 2:5.


UHC Wild Pigs vs. Zürich Oberland Pumas IV 6:1

Okay, das war doof. Aber ein Unihockeysonntag beinhaltet glücklicherweise zwei Spiele und somit eine Chance, Verpasstes nachzuholen. Nach zwei Partien Pause standen den Wild Pigs die Zürich Oberland Pumas gegenüber. Diese hatten zuvor zwar gleich eine 6:14-Packung gegen unsere rotäugigen Kollegen aus Uhwiesen kassiert, doch durften sich die Wild Pigs deswegen nicht in falscher Sicherheit wiegen. Angeschossene Wildsauen sind bekanntlich am gefährlichsten. Könnte ja sein, dass es sich bei Pumas ähnlich verhält. Da stellte sich dem geneigten Wissenschaftler die Frage: Was ist denn gefährlicher? Die angeschossene Wildsau oder der angeschossene Puma? Zeit für eine Feldstudie.

Und diese bewies: Es ist die Wildsau. Die Weinländer zeigten einen wesentlich stärkeren Match. Von Anfang bis Ende powerten sie durch, drückten dem Spiel ihr Stempel auf und erarbeiteten sich immer wieder Chancen. Die Pumas waren über weite Strecken abgemeldet. Leitkeiler Remo Bosshardt ging mit gutem Beispiel voran und brachte seine pinken Farben früh in Führung. Zwar fiel ebenso bald der Ausgleich, doch die Wild Pigs verfügen glücklicherweise über mehrere Leitkeiler, die mit gutem Beispiel voran gehen können. So war es Capitano Patrik Wipf, der den alten Vorsprung wiederherstellte.

In der Folge blieben die Wild Pigs die spielbestimmende Mannschaft, kamen aber lange nicht zu einem weiteren Torerfolg. Immer wieder war noch ein Bein, ein Ranzen oder sonst ein Körperteil eines Pumas dazwischen. Die langandauernde Phase beim Stand von 2:1 war tückisch. Denn sollten die Oberländer entgegen dem Spielverlauf doch zum Ausgleich kommen, könnte das schwierig wegzustecken sein.

Doch dieser Gefahr setzten sich die Wild Pigs gar nicht aus. Kurz vor der Pause fassten sich abermals Bösse und Päde ein Herz und sorgten für eine wesentlich komfortablere 4:1-Führung.

Auch nach der Pause liessen die Weinländer nicht locker. Souverän spielten sie die Partie zu Ende und erhöhten gar noch auf 6:1. Für beide Treffer war erneut Remo Bosshardt verantwortlich. Und so holten die Wild Pigs immerhin zwei Punkte an diesem Sonntag.


Fazit
Die Torschützenliste des zweiten Spiels mag einseitig klingen, sind darauf doch nur Bösse und Päde zu finden. Doch das täuscht. Dieses zweite Spiel war eine eindrückliche Demonstration einer geschlossenen Mannschaftsleistung. Alle Beteiligten trugen ihren Teil dazu bei, dass der Druck aufs gegnerische Tor konstant hoch gehalten wurde, während hinten solidarisch verteidigt wurde.

Insofern ist es umso ärgerlicher, wie das erste Spiel verlief. Hätte man schon dort einen ähnlichen Auftritt abgeliefert, wäre ein Vier-Punkte-Sonntag sehr wahrscheinlich gewesen. Stadel-Niederhasli ist zwar weiterhin ungeschlagen, aber keineswegs unschlagbar.

Besonders hervorheben will ich an dieser Stelle noch unseren Fänger Nici Wipf, der am Sonntag seinen ersten Doppeleinsatz für das Herren 1 absolviert hat. Und das tat er mehr als zufriedenstellend, er liess sich nie aus der Ruhe bringen und erwies sich durchgehend als verlässlicher Rückhalt.

Zusammenfassend kann gesagt werden: Pflicht erfüllt. Mehr aber auch nicht. Die schlechter klassierten Zürich Oberland Pumas wurden bezwungen. Gegen den Leader zu verlieren ist keine Schande, aber unter den gegebenen Umständen trotzdem nicht ganz zufriedenstellend. Nichtsdestotrotz bleibt es eng in der Liga, und es ist nach wie vor alles möglich. Schon in der nächsten Runde stehen erneut wichtige Spiele an: Elgg und Lengnau sind direkte Tabellennachbarn!

In diesem Sinne: Sau, Sau, Wildsau!
Autor: M. S. aus A.
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