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14.02.2022

Geglückte Rückkehr in die Meisterschaft

(m.s)
Nach fast drei Monaten ohne Ernstkampf kehrten die Wild-Pigs-Herren ins Meisterschaftsgeschehen zurück. Und das mit Erfolg. Die Weinländer gewannen zwei wegweisende Spiele und rückten in der Tabelle weiter vor.


Was lange währt, wird endlich gut. Dieser Satz trifft für die Wild Pigs auf den Neustart beziehungsweise die Fortsetzung der Saison zu. Fast drei Monate lang mussten sie sich gedulden, bis sie endlich wieder Ernstkämpfe bestreiten durften. Viel zu lange, beachtet man, dass draussen jüngst zwar häufig die Sonne schien, der Sommer aber noch keineswegs gekommen ist. Aber ja, man kennt es, the Rona halt.

Doch sei es drum. Am Sonntag war es nun endlich wieder so weit. Zwei Wiener Sängerknaben (oder waren es Fängerknaben?) begleitet von neun zapfernen Tannen (oder waren es tapfere Mannen?) reisten einmal mehr gen Oberland, Pfäffikon Tsüri, um genau zu sein, zum gemeinsamen Spielen mit ihren Bällen. Und mit den Bällen von anderen. Es galt, den zuletzt guten Schwung von vor dem Saisonunterbruch mitzunehmen, standen doch zwei wegweisende Partien an. Oder Vier-Punkte-Spiele, wie der Coach in den Trainings jeweils zu betonen pflegte. Derselbige Coach sagte übrigens auch gerne, dass der Finne Esa Jussila einst en Siech voll schlaue Dinge gesagt hatte, aber das ist jetzt ein anderes Paar Schuhe. Wir schnüren hier vorerst die schon länger nicht mehr wettkampfmässig getragenen, aber immer noch vertraut stinkenden Matchschuhe.


UHC Wild Pigs vs. UHC Wehntal Regensdorf II 8:5

Erster Gegner war um neun Uhr morgens Wehntal Regensdorf. Dieses relativ junge Team lag vor der Partie nur wenige Punkte hinter den Weinländern, ein Sieg musste also her. Einerseits wollte man die Konkurrenz auf Distanz halten und andererseits hatte man noch eine Rechnung aus dem ersten Aufeinandertreffen offen. Damals, es war in grauer Vorzeit zu Beginn der Saison, hatten die Wild Pigs eine unnötige Niederlage eingezogen.

Wie dem auch sei. Das Spiel begann flott, wenn auch nicht ganz nach dem Gusto der Pinken. Nach gut einer Minute musste Señor Krausekopf ein erstes Mal hinter sich greifen. Die Reaktion folgte zwar bald durch Remo Bosshardt, doch auch in der Folge schienen die Wild Pigs noch nicht ganz auf der Höhe zu sein. Zwar erarbeitete man sich diverse Chancen, doch die Effizienz liess zu wünschen übrig. Auch fehlte in den Zweikämpfen oft der letzte Biss. Abschütteln liessen sich die Weinländer indes nie. Jeder Rückstand wurde jeweils nach nur wenigen Minuten wieder ausgeglichen, und drei Minuten vor der Pause war es dann erneut der Coach, der mit gutem Beispiel voran ging und seine Farben erstmals in Führung schoss. Es war sein zweiter von total drei Treffern in diesem Spiel, "pumpen" hätte aber auch er (wie fast alle seine Teamkollegen) einige Male gemusst, wäre denn eine entsprechende Regel aus dem Training betreffend zu hohen Schüssen ins Juhee zur Anwendung gekommen.

Jedenfalls ging es mit dieser 4:3-Führung in die Pause. Immerhin ein positives Resultat. Doch da musste mehr kommen. Wehntal Regensdorf war den Wildsauen spielerisch klar unterlegen, nun musste der Vorteil nur noch in Zählbares umgemünzt werden. Tatsächlich lief es in der zweiten Halbzeit runder. Den Wild Pigs gelang es, ihre Chancen etwas besser zu nutzen und sich langsam aber stetig abzusetzen. Am Ende resultierte ein solider, wenn auch wenig glanzvoller 8:5-Sieg. Pflicht erfüllt.


UHC Wild Pigs vs. Blue Mavericks Hüttwilen 7:4

In Spiel zwei war die Ausgangslage im Prinzip dieselbe: Hüttwilen, ein alt bekannter Gegner, lag in der Tabelle nur wenige Punkte zurück. Partien gegen die Thurgauer erwiesen sich in der Vergangenheit meist als sehr umkämpfte Angelegenheiten. Durch die Abwesenheit der berüchtigten Nummer 99 fehlte Hüttwilen aber ihr dynamisches Element. Zu erwarten war somit ein eher statischer Gegner, der rasch den Abschluss sucht.

Und so kam es dann auch. Die Wild Pigs traten zwar zu Beginn erneut nicht über alle Zweifel erhaben auf, doch sehr wohl verbessert gegenüber dem ersten Spiel. Und im Notfall war da immer noch der Unbesiggbare im Tor, der für seine Vorderleute (oder eher für die gegnerischen Schüsse) regelmässig eine Hand frei hatte. Nach elf Minuten hatten sich die Weinländer einen komfortablen 3:0-Vorsprung erarbeitet, zur Pause stand es schliesslich 4:1.

Eine Drei-Tore-Führung ist zwar angenehm, im Kleinfeld-Unihockey unter Umständen aber auch sehr schnell wieder weg, verleitet sie doch gerne dazu, den Fuss etwas vom Gaspedal zu nehmen. Bei den Wild Pigs schien der Pausentee jedoch gewirkt zu haben, liessen sie den Fuss doch mit Überzeugung auf dem Gaspedal drauf. In den ersten zwei Minuten waren sie gleich doppelt erfolgreich und stellten das Score auf 6:1. Der ungeliebte Durchhänger folgte dann aber doch noch. Vermehrt liessen die Vorderleute die letzte Konsequenz vermissen und so Siggi im Tor sträflich alleine. Die Quittung kam prompt: Hüttwilen kam zu Chancen und zu Toren. Glücklicherweise gelang es den Wildsauen noch rechtzeitig, den Hebel wieder umzulegen. Am Ende resultierte ein 7:4-Sieg, zwar noch immer nicht glanzvoll, aber schon deutlich verbessert.

Mann des Spiels war übrigens Mario Hächler, der in kurzer Folge gleich drei Tore erzielte. Dass er sonst nicht unbedingt der Torschütze vom Dienst ist, war aber trotz seinem erfolgreichen Auftritt gut erkennbar. Denn statt die mustergültig von Dario aufgelegten Quasi-100-Prozent-Chancen zu verwerten, entschied er sich für einen etwas unkonventionelleren Ansatz. Seine Treffer waren eigentlich alles irgendwelche Tubelschüsse, die irgendwie einen Weg unter, über, neben oder durch den Torhüter fanden. Egal, die zählen genauso viel, wie die Prachtstreffer. Übrigens auch so ein Bonmot, das ein gewisser Hauptübungsleiter schon oft weise sprach. Der Kerli scheint richtig klug zu sein. K-L-U-K, wie ein anderer weiser Herr weiss.


Fazit

Die Rückkehr ist geglückt. Mit Regensdorf und Hüttwilen konnten zwei Verfolger etwas zurückgebunden werden, womit sich die Wild Pigs weiter nach vorne orientieren dürfen. Mehr noch, sie stiessen auf den zweiten Tabellenrang vor. Angesichts der bisherigen Leistungen in dieser Saison ist dies sehr wohl verdient.

Dass am ersten Spieltag nach der langen Pause noch nicht alles ganz nach Wunsch lief, ist keine allzu grosse Überraschung. Wichtig war, dass die Pflichtsiege trotzdem eingefahren wurden. Auch wenn man hier und da noch etwas eingerostet war und es hier und da vielleicht auch das eine oder andere Zusatzgramm auf den Rippen hatte. Aber hey, das trägt man heutzutage so. Sogar 50 Cent pflegt neuerdings diesen Look, wie während der Halbzeit-Show des Superbowls ersichtlich wurde. Ein richtiger Pfundskerli. Und die Mademoiselles um ihn herum hatten trotzdem de Plausch.

In diesem Sinne: Sau, Sau, Wildsau!
Autor: M. S. aus A.
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