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13.09.2021

Missglückter Saisonstart

(m.s)
Das Herren 2 hatte es am Vormittag vorgemacht und souverän vier Punkte eingefahren (mehr dazu im Matchbericht eines mir nur flüchtig bekannten Kerli). Dasselbe strebte die Mannschaft des Herren 1 auch am Nachmittag bei ihrer eigenen Runde in Rüti an. Das Resultat erwies sich letztlich jedoch als, nun, nennen wir es «leicht unterwältigend».


Hoi, ihr Narren. Endlich war es so weit. Corona hin oder her, die Meisterschaft ging wieder los – noch ein vorläufig letztes Mal ohne Zertifikat. Um wieder im Liga-Betrieb um die vorderen Ränge spielen zu können, reiste die Wildsauentruppe in die hinterste Ecke des Füdlis der Welt. Sprich: Rüti. Kein Wunder führt das Militär seine Aushebung dort hinten durch. Schliesslich kommt man von dort ja auch nirgends hin.

Wie dem auch sei. Die mannhaften Mannen in Pink strebten vier Punkte an, mussten diese Aufgabe allerdings mit einer Rumpftruppe bewerkstelligen. Durch die Absenzen von Mario Hächler, Remo Bosshardt und Dario Lüthi fehlte eine Menge Erfahrung. Mit Raphael Küchler und Jan Müller waren zwei weitere Kräfte nicht mit von der Partie, die in der Offensive hilfreich hätten sein können.

Zum Glück verfügen die Wild Pigs mittlerweile über eine gute Nachwuchsabteilung. Dank dem Einsatz von Kai Städeli, Chris Lazzarotto und Severin Keller konnte die Mannschaft dennoch mit drei vollen Blöcken antreten. Wie sich schliesslich herausstellte, wurden die Linien per Zufall dem Alter nach eingeteilt. Da war der «Senioren-Block» mit Patrik Wipf sowie den beiden übriggebliebenen Sackmännern, der «Sandwich-Block» mit Luca Hug, Dani Jucker sowie Flo Fuchs und den «Nachwuchs-Block» mit den zuvor genannten drei Jungsauen. Und natürlich der krausigste aller Krauseköpfe im Tor, der keiner weiteren Vorstellung bedarf. Nun denn, auf in die Spiele.


UHC Wild Pigs vs Black Roses Rappi 2:6

Zu Beginn ein Gedicht:

Rosen sind rot
Veilchen sind blau
Nur die in Rappi
Nehmen’s nicht so genau

Zum Auftakt standen den Wild Pigs also die schwarzen Rosen gegenüber, eine Mannschaft, die wenig bekannt ist. Die Partie begann gut, nach wenigen Minuten nutzten die Weinländer einen Freistoss zur 1:0-Führung. Captain Patrik Wipf verwertete das kurze Zuspiel eines Spielers, dessen Name mir soeben entfallen ist.

Es blieb jedoch für lange Zeit, die einzig nennenswerte Offensivaktion der Wildsauen. Zu selten wurde der Abschluss gesucht, zu oft lief der Ball nicht nach Wunsch. Zwar stand man defensiv über weite Strecken sehr solide und liess wenig zu, doch im Angriff agierte man zu harmlos. Hinzu kam, dass gelegentlich die letzte Konsequenz fehlte und man auf einen freien Ball eher zujoggte, statt ihn sich mit Überzeugung zu holen. Und so kam es, wie es kommen musste, auch das Blumenbeet zeigte Blüten. Zur Pause lagen die Wild Pigs mit 1:2 zurück.

Alles halb so schlimm. 1:2 ist nichts. Schliesslich war es ja so, dass die Wildsauen keineswegs schlecht spielten. Im Gegenteil: Sie waren die bessere Mannschaft auf dem Feld. In der zweiten Halbzeit wollte man dies nun auch in Zählbares ummünzen. Eine Strafe gegen den Gegner kam da wie gerufen. Zwar harzte es zunächst noch etwas, aber letzten Endes fand der Ball dann doch noch den Weg von Patrik Wipf zu einem Spieler mit mir unbekanntem Namen.

Die Wende schien gekommen, die spielerische Überlegenheit sich endlich auszuzahlen. Doch weit gefehlt. Praktisch im Gegenzug ging Rappi erneut in Führung. Und in der Folge zeigte sich wohl etwas die fehlende Erfahrung des jungen Teams. Zu überhastet agierte man häufig und noch immer liessen die Wild Pigs zwingende Abschlüsse aufs gegnerische Tor vermissen. Das unglückliche Anrennen nach vorne führte zu weiteren Gegentreffern. Am Ende hiess es 2:6 aus Weinländer Sicht. Saisonstart missglückt.


UHC Wehntal Regensdorf II vs UHC Wild Pigs 4:3

Jänu, noch stand noch ein Spiel auf dem Programm. Mit Wehntal Regensdorf trafen die Wildsauen dieses Mal auf einen wesentlich bekannteren Gegner. Doch die Geschichte wiederholte sich. Die Wild Pigs waren die spielerisch bessere Mannschaft, defensiv weitgehend solide, aber offensiv zu harmlos. Der Einzige, der sich als Torschütze auszeichnen konnte, war Capitano Patrik Wipf. Vor der Pause war er doppelt erfolgreich, einmal bei numerischem Gleichstand, einmal in Überzahl. Zu Spielhälfte stand es 2:2.

Auch hier galt also: Noch ist vieles möglich. Die Partie blieb auch in der zweiten Halbzeit umkämpft. Wobei «umkämpft» auf beiden Seiten unterschiedlich interpretiert wurde. Während die Wild Pigs mehrheitlich faire Mittel anwendeten, wählte man auf Regensdorfer Seite vermehrt Moves wie die «Klammerzange», die «Extrem-Rückenmassage» oder den «Klangstock». Zu weiteren Strafe führte dies zum Ärger der Wild Pigs nicht, aber damit muss man leben. Daran hat es sicher nicht gelegen, dass die Weinländer keinen Sieg zustande brachten. Das Resultat blieb immer eng, am Ende jubelten aber die Gegner über einen knappen 4:3-Sieg.


Fazit

Es hat nicht sollen sein. Einen Vier-Punkte-Sonntag hat es gegeben, leider wollte der Unihockey-Gott jedoch nur einen vergeben. Und den hat sich halt schon das Herren 2 am Morgen geschnappt. Dumm gelaufen.

Woran es gelegen hat, ist schnell erkannt: am Toreschiessen. Die Wild Pigs waren offensiv schlicht zu harmlos. Bestimmt wären die mit Abwesenheit glänzenden Kräfte in dieser Hinsicht eine Hilfe gewesen, doch bin ich der festen Überzeugung, dass die Mannschaft die zwei Spiele auch in dieser Zusammenstellung hätte gewinnen können, ja womöglich sogar müssen. Die Wild Pigs waren spielerisch beiden Gegnern überlegen, verteidigten über weite Strecken sehr sicher und zeigten von den routiniertesten Spielern bis zu den jungen Wilden durchgehend grössten Einsatz. Und auch die offensiven Fähigkeiten wären in diesem Team vorhanden. Trotzdem konnten sich nur zwei Wildsauen in der Torschützenliste eintragen lassen. Der, dessen Name mir entfallen ist, und Patrik Wipf. Letzterer dafür gleich vier Mal. Am Ende wollte der Ball einfach nicht wirklich nach Wild-Pigs-Willen laufen.

Zum Glück waren dies erst die ersten Partien, die Saison ist noch lange. Nun müssen wir das Feld halt von hinten aufrollen. Und Wild Pigs kommen ja bekanntlich gerne von hinten… Oder so… Egal… In diesem Sinne: Sau, Sau, Wildsau!
Autor: M. S. aus A.
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