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01.03.2020

Zwei Punkte trotz schlechter Vorzeichen

(m.s)
Den Wild Pigs stand eine schwierige Runde bevor. In Hüttwilen trafen sie auf den Leader Tösstal sowie auf das drittplatzierte Rapperswil. Am Ende resultierten zwei Punkte.


Es sah schon düster aus, bevor es überhaupt los ging. Das Kader der Wild Pigs schien sich im Vorfeld der sechsten Meisterschaftsrunde laufend auszudünnen. Bereits seit der letzten Runde ist klar, dass die Mannschaft auf die Dienste der grössten Backhandsau im Team verzichten muss. Silvan Kägi hatte sich eine Knieverletzung zugezogen.

Und das sowieso schon namhaft gefüllte Lazarett vergrösserte sich kurz vor der Abreise ins Thurgau weiter. Päde Wipf schien seine liebe Mühe mit stufenweisen Höhenunterschieden zu haben und entschied sich deshalb kurzerhand für einen Spitalbesuch. Und da Remo Bosshardt im Dienste Ihrer Majestät unabdingbar war, blieben plötzlich nur noch sieben Feldspieler übrig. Um trotzdem auf drei komplette Linien zu kommen, füllte einerseits Coach Fido sein Tenue mit seinem taktisch geformten Körper. Und andererseits konnte Thomas Bühler davon überzeugt werden, seinen Posten als Kioskbetreiber in Andelfingen zwischenzeitlich aufzugeben. Im Falle von Mangelerscheinungen wäre natürlich auch in Hüttwilen ein Hotdogstand bereit gestanden.

Wie dem auch sei, die Vorzeichen waren zwar nicht optimal, dennoch standen die Wild Pigs wie gewohnt mit drei kompletten Blöcken auf dem Feld. Gespielt wurde im nigelnagelneuen Stall zu Hüttwilen, die Gegner stammten aus dem Tösstal und aus Rapperswil.


Unihockey Tösstal vs. UHC Wild Pigs 5:2

Erster Gegner war Unihockey Tösstal, das die Liga derzeit souverän anführt. Dass das junge Team geschlagen werden kann, haben die Wild Pigs in der Vergangenheit schon bewiesen, dennoch war äusserste Vorsicht geboten. Die Tösstaler sind bekannt für ihr schnelles und wirbliges Spiel, das die Verteidigung schnell vor Probleme stellen kann.

Das Spiel begann gut für die Wild Pigs. Die Weinländer suchten zunächst in erster Linie den Abschluss und kamen so auch zu einigen guten Chancen. Es zeigte sich aber rasch, dass sich die Andelfinger heute nicht nur gegen drei, sondern eher gegen vier oder gar fünf Gegner behaupten mussten. Zum einen war die Schiedsrichterleistung vorsichtig ausgedrückt bescheiden, zum anderen schien die gegnerische Torumrandung eine masochistische Ader zu haben und liess sich deshalb regelmässig abschiessen. Streng nach dem Motto: Chli fitze muess es...

Wie dem auch sei. Jedenfalls liessen die Wild Pigs in den zweiten 10 Minuten der ersten Halbzeit zunehmend nach, agierten nicht mehr mit der gleichen Konsequenz und wurden dafür prompt bestraft. Bald lag man mit 3:0 zurück. In der zweiten Halbzeit mussten somit neue Lösungen gefunden werden. Tatsächlich steigerten sich die Wild Pigs wieder und kamen endlich auch zu ihrem ersten Torerfolg. Da die Tösstaler das zwischenzeitlich verwaiste Andelfinger Tor zuverlässig trafen, gelang es den Wildsauen nie, wirklich nahe ran zu kommen. Am Ende resultierte eine 5:2-Niederlage, allerdings im Wissen, das durchaus mehr dringelegen wäre. Mit mehr Abschlussglück. Und vielleicht einem anderen Schiedsrichter, aber wer weiss das schon. Item: Dass ausgerechnet ein fleissiger Pfosten- und Lattentreffer, dessen Name mir soeben entfallen ist, beide Wild-Pigs-Tore erzielt hat, passte irgendwie zu diesem etwas verkorksten Spiel.


LC Rapperswil-Jona vs. UHC Wild Pigs 4:5

Nun denn, die Niederlage war Tatsache, aber mit null Punkten wollte man Hüttwilen nicht verlassen. Also streifte man sich den Stallgeruch des Verlierens ab und nahm die neue Aufgabe in Angriff. Dabei bekundete man Glück, dass der zuvor abgereiste Thomas Bühler den Kiosk in der Heimat in jüngere Hände übergeben, und somit den sonnigen Sonntag für ein weiteres Fährtchen ins Thurgau nutzen konnte. Die Mannschaft verfügte so weiterhin über drei komplette Blöcke.

Der drittplatzierte LC Rapperswil-Jona präsentierte sich anders als die Tösstaler zuvor. Die etwas ältere Mannschaft besticht mehr durch ihre Abschlussstärke als durch ihre Wirbligkeit. Gerade im Spielaufbau zelebrierten sie stellenweise eine ausgeprägte Langsamkeit.

Dumm nur, dass sich die Wild Pigs davon anstecken liessen. Zwar ging man zunächst durch einen Freistoss in Führung, danach liess man aber erneut nach. Als Folge wurde man defensiv mehrfach erwischt und musste fortan einem Rückstand hinterherrennen. Die Weinländer liessen jedoch nicht locker, insbesondere Mario Sackmann erwies sich nun als treffsicher. Kontinuierlich arbeitete man sich zurück und tatsächlich gelang im letzten Viertel der Partie der wichtige Ausgleich zum 4:4.

Damit nicht genug. Coach Fido wollte, wenn er denn schon in die Hose steigt, auch noch einen bleibenden Eindruck hinterlassen. In Überzahl suchte er kurzerhand den Abschluss und versenkte den Ball tatsächlich im gegnerischen Netz. Zu diesem Zeitpunkt war noch rund eine halbe Minute zu spielen. Die restlichen Sekunden brachten die Wildsauen über die Zeit und feierten so wortwörtlich einen Last-Minute-Sieg.


Fazit

Alles in allem sind zwei Punkte in dieser Runde mit zwei starken Gegnern eine Ausbeute, die okay ist. Trotzdem bleibt der fahle Beigeschmack, dass insbesondere im ersten Spiel mehr zu holen gewesen wäre. Über weite Strecken verteidigte man defensiv solide, offensiv klappte nicht alles nach Mass. Phasenweise suchte das Team konsequent den Abschluss, konnte dies aber nicht über die ganze Zeit durchziehen. Zu erwähnen ist aber auch, dass man insbesondere im ersten Spiel auch grosses Abschlusspech bekundete.

Ach und: Akustisch war kaum zu merken, dass ein gewisser Jemand gerade Bösewichten nachjagte und nicht in der Halle war. Als Schiriflucher wurde er durch Mario Sackmann adäquat vertreten.

Noch stehen zwei Runden beziehungsweise vier Spiele aus. Mit dem Sieg gegen Rapperswil bietet sich nun die Möglichkeit, die Saison positiv abzuschliessen. Eine Serie von fünf Siegen in Folge zum Ende der Spielzeit gilt es nun anzustreben. Dass dies möglich sein sollte, verrät ein Blick auf den Spielplan. Die Gegner heissen Emotion Hinwil-Tann, UHC Wehntal Regensdorf, Baboons Hedingen und Kloten-Dietlikon Jets. Eigentlich ist ein Sieg in jedem dieser Spiele Pflicht. Auf die leichte Schulter nehmen sollte man sie dennoch nicht. Gerade die Baboons vermochten die Wild Pigs schon mehrfach zu ärgern.

Aber das kommt schon gut. Das konnte man aus dem Siegerbier herausschmecken. Ein volles Kader und ordentliche Schiedsrichter wären dabei aber sicherlich auch nicht verkehrt.

In diesem Sinne: Sau, Sau, Wildsau!
Autor: M. S. aus A.
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