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13.01.2020

Unkonzentriertheiten führen zu verpasster Chance

(m.s) Da die Spitzenteams leicht strauchelten, hätte sich den Wild Pigs die Chance geboten, sich der direkten Konkurrenz anzunähern. Die Konzentration schien jedoch teilweise noch in der Weihnachtspause hängen geblieben zu sein, weshalb es anstatt vier nur zwei Punkte wurden.

Nach einem schwachen Start mit drei Niederlagen aus vier Spielen schienen die Wild Pigs ihre Form in den letzten Partien gefunden zu haben. Vier Siege reihte die Mannschaft aneinander und etablierte sich so als erster Verfolger des Spitzentrios. Nach einer längeren Pause über die Festtage sollte dieser Trend nun fortgesetzt werden. Als Gegner standen den Weinländern die Floorball Riders Dürnten-Bubikon-Rüti sowie die White Wolves aus Stadel-Niederhasli gegenüber. Und damit jene Teams, welche in der Tabelle die beiden Plätze direkt hinter den Wild Pigs belegten. Mit zwei Siegen hätte man die hintere Tabellenhälfte deutlich distanzieren und einen wichtigen Schritt nach vorne machen können. Insbesondere da die Spitzenteams allesamt nicht schadlos blieben. Unihockey Tösstal und der LC Rapperswil-Jona holten «nur» drei Punkte, die Blue Mavericks Hüttwilen sogar nur deren zwei. Ein Vier-Punkte-Sonntag hätte somit dazu geführt, dass die Wild Pigs mit Bauer Nummer 99 und Konsorte die Plätze tauschen.

Hätte. Oder frei nach Lothar Matthäus: «Wäre, wäre, Fahrradkette.» Denn dem war leider nicht so. Nun denn, so wollen wir im Folgenden ergründen, weshalb dem denn nicht so war.


FB Riders DBR II vs. Wild Pigs Wyland 9:7

Im letzten Spiel der Hinrunde standen die Floorball Riders in der gegnerischen Platzhälfte. Gegen diese Mannschaft spielten die Wild Pigs vor einiger Zeit einmal im Cup, ansonsten halten sich die jüngeren Erfahrungen in engen Grenzen. Bekannt war den Weinländern indes, dass die Zürcher Oberländer zwar eine eher ältere und dadurch nur bedingt mobile Equipe bildeten, sie aber über gute Schützen verfügten. Wichtig war also, das Tempo hoch zu halten und konsequent zu verteidigen.

Das gelang zu Beginn auch ziemlich gut. Die Wild Pigs bewegten die Beine und zeigten zügiges Passspiel. Schüsse brachte man indes nur wenige aufs gegnerische Tor. Auch defensiv gab es Verbesserungspotenzial. So durfte man sich mehr als einmal bei Lars Meier bedanken, der erstmals bei einem Meisterschaftsspiel im Tor des Herren 1 stand, und der seine Sache gut machte. Teilweise – gerade in der Anfangsphase – sogar sackstark. Doch irgendwann rächt sich inkonsequentes Abwehrspiel und prompt gingen die Floorball Riders in Führung.

Offensiv wussten die Weinländer jedoch weiterhin grösstenteils zu gefallen und so kam es, dass zuerst Florian Fuchs listig wie ein Fuchs (höhö) per Buebetrickli zum Ausgleich traf, ehe Remo Bosshardt seine Farben gar in Führung schoss. Dumm nur, dass auch die Oberländer bis zur Pause ein weiteres Mal erfolgreich waren, sodass es zum Seitenwechsel 2:2 stand.

Ein Resultat, mit dem man zu diesem Zeitpunkt leben konnte, der aber auch nicht den Stärkeverhältnissen entsprach. Die sichtbar bessere Mannschaft auf dem Feld waren die Wild Pigs, doch konnten die Andelfinger dies nicht auf die Resultatetafel bringen. Zu selten suchten sie den Schuss aufs Tor, sondern wollten noch ein Dribbling oder einen Pass dranhängen. Zu oft liessen sie dem Gegner in der Abwehr zu viel Platz. Doch beides waren Dinge, die durch einen konzentrierten Start in die zweite Hälfte problemlos korrigiert werden konnten.

Doch siehe da, der Loddar kommt. «Wäre, wäre, Fahrradkette.» Denn von einem konzentrierten Start konnte keineswegs die Rede sein. Im Gegenteil: Die Wild Pigs schienen ihre Köpfe irgendwo unter dem Weihnachtsbaum liegen gelassen oder ihn mittels Silvesterrakete gen Himmel geschossen zu haben. Denn was sie anfangs der zweiten 20 Minuten zeigten, war mit einem Wort desaströs. Offensiv waren sie inexistent, von konsequentem Abwehrverhalten war nichts zu sehen. Fast schon stümperhaft stellte man sich teilweise an, leistete sich viel zu einfache Ballverluste und liess den Gegner ungestört gewähren. Die Folge: Gegentore im Minutentakt. Bald schon lagen die Wild Pigs mit 2:6 zurück.

Doch wie bereits einmal vom Coach verkündet: «Angeschossene Wildsauen sind gefährlich.» Und tatsächlich gaben sich die Wild Pigs nicht auf, sondern stemmten sich mit aller Kraft gegen die Niederlage. Bei 3-gegen-3, bei 3-gegen-2, bei 4-gegen-3: In allen Situationen fielen nun plötzlich die Tore. Allerdings musste jedes hart erarbeitet werden, und leider fanden auch die Floorball Riders immer wieder eine Lücke. Bis auf 7:8 kämpften sich die Weinländer zurück, das 8:8 wollte aber nicht mehr fallen. So kam es, dass eine beherzte Aufholjagd am Ende nicht mit einem Punktgewinn belohnt wurde. Für einmal wurde die angeschossene Wildsau wohl doch erlegt. Nach vier Siegen in Folge, setzte es mal wieder eine Niederlage ab.


UHC Wild Pigs vs. Stadel-Niederhasli II 6:4

Die Niederlage war Tatsache, daran gab es nichts mehr zu rütteln. Sie war ärgerlich und unnötig, doch nun galt es, den Fokus wieder nach vorne zu richten. Mit dem zweiten Spiel begann gleich auch die Rückrunde. Also Mund abwischen, Neubeginn. Gegner waren die White Wolves aus Stadel-Niederhasli und damit ein Team, das sich gegenüber früheren Saisons verjüngt hat und daher nicht mit älteren Ausgaben zu vergleichen ist. Im Vergleich zu den Floorball Riders sind sie jedoch als dynamischer einzustufen.

Die Wild Pigs schienen sich die Forderungen des Trainers zu Herzen zu nehmen. Aggressiv agieren, schnell spielen, den Abschluss suchen, sich nicht dem Gegner anpassen. Das gelang, innert weniger Minuten erarbeiteten sich die Weinländer einen 3:0-Vorsprung. Doch das war auch nötig. Denn wieder fuhr die Mannschaft einige unkonzentrierte Minuten ein. Prompt kam Stadel-Niederhasli wieder bis auf 3:2 heran, eines der beiden Tore war ein Penalty. Früher als im letzten Spiel fanden die Wild Pigs dieses Mal den Schalter, den es umzulegen galt. Noch vor der Pause vergrösserten sie den Abstand wieder auf 4:2.

Was der Coach dem Team nun einredete, war klar. Nicht schon wieder den Start verschlafen! Doch hat irgendjemand zugehört? Es schien nicht so. Denn nur wenige Sekunden nach Wiederbeginn schlug es bereits hinter Manuel Sigg, der im zweiten Spiel das Tor hütete, ein. Der Trainerfuchs war fuchsteufelswild (höhö) und sein Zeter Mordio zeigte dieses Mal rasch Wirkung. Noch bevor die White Wolves zum grossen Feuerwerk ansetzen konnten, fingen sich die Wild Pigs wieder.

Es entwickelte sich eine zähe Partie, in der die Weinländer wieder das klar bessere Team waren. Doch auch in dieser Partie kamen sie nicht ohne Unsicherheiten durch. Manuel Sigg, der Unbesiggbare musste seinem Übernamen manche Male alle Ehre machen. Zudem wollten sie vorne auch nicht immer rein, denn auch der gegnerische Torhüter wusste sich geschickt abschiessen zu lassen. Im Endeffekt reichte es trotzdem. 6:4 gewannen die Wild Pigs schliesslich und sicherten sich so die wichtigen zwei Punkte. Erwähnenswert ist dabei das sechste und letzte Tor. Eigentlich passte Mario Hächler auf Roman Wipf, welcher den Ball im Tor versenkte. Alle auf und neben dem Feld waren sich einig, Freund und Feind: Die Kugel war drin. Entsprechend jubelten die Weinländer, die White Wolves drehten sich ab und zogen enttäuscht von dannen. Doch einer hat es anders gesehen: der Schiedsrichter. Der liess die Partie nämlich weiterlaufen. Gemerkt hat es keiner. Ausser Passgeber Mario Hächler. Kurzerhand ballerte er den Ball nochmals ins Netz und erzielte so sein erstes Saisontor. Ein Trost für den beraubten Torschützen Roman Wipf war immerhin der Assist, der ihm dafür zustand.


Fazit

Es war eine eigenartige Runde. Schon beim Einschwören vor dem Spiel hatte Remo Bosshardt gesagt, dass er sich nicht sicher sei, ob alle wirklich bereit sind. Und er sollte Recht behalten. Die Konzentration liess mehrfach zu wünschen übrig. So gesehen sind die Wild Pigs mit einem blauen Auge davon gekommen. Zwei Punkte sind zwei Punkte, und weil das Spitzentrio ebenfalls etwas bremste, fallen sie nicht ganz so schwer ins Gewicht. Dennoch: So kann es nicht weitergehen. Es braucht konsequente Arbeit in der Abwehr und mehr Zug aufs Tor im Angriff. Dann wäre man vielleicht auch nicht darauf angewiesen, einzelne Treffer doppelt zu erzielen müssen. Und ewig wird auch der Unbesiggbare nicht unbesiggbar bleiben. Doch das hat noch Zeit. Nun denn, noch ist nicht aller Tage Abend. Die zweite Saisonhälfte hat erst begonnen und es liegt noch vieles drin.

So wollen wir diesen Bericht mit einem positiven Gedanken beenden: In der Rückrunde sind wir noch ungeschlagen! Und das wollen wir auch bleiben!

In diesem Sinne: Sau, Sau, Wildsau!
Autor: M. S. aus A.
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