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11.03.2019

Zurück auf dem Thron

(m.s)
In Glattbrugg fingen die Tabellenführer aus Buchberg-Rüdlingen einen rabenschwarzen Tag ein und kassierten ihre ersten beiden Saisonniederlagen. Den Wild Pigs bot sich dadurch die Chance, zurück an die Spitze zu stürmen. Und die Weinländer nutzten sie.


Eiligst hetzte Sturmbote Eberhard über die Lande, um dem aus seinem Thronsaal verstossenen Wildsauenkönig zu verkünden, was sich in unmittelbarer Nähe des mystischen Ortes zugetragen hat, an dem sich, so wird berichtet, riesige Metallvögel tummeln. In einer Halle zu Glattbrugg, so die Kunde, hätten berittene Abgaskavallerien aus dem Schaffhausischen auf dem Schlachtfeld empfindliche Niederlagen einstecken müssen. Dem Wildsauenkönig war umgehend bewusst, welche Chance sich ihm hier bot, liess seinen fähigsten Heerführer antraben und befahl, die Truppen des geschwächten Herzogtums Buchberg-Rüdlingen abzufangen, um aus dem Exil in den geliebten Thronsaal zurückkehren zu können.

Und so war es einmal mehr der ehrenwerte Lord Fido, erster seines Namens, der seine Mannen in die Schlacht führte. Zwar musste er auf zwei seiner kampferprobten Recken verzichten, da sie derzeit verwundet im Lazarett liegen und von den besten Heilern des Hofes gesund gepflegt werden. Doch auch ohne Ritter Silvan der Grosse, auch der Koloss von Rhodos genannt, und Ritter Florius der Flinke stand Lord Fido eine Truppe zur Verfügung, die so manchen Gegner vor Ehrfurcht erschaudern lässt. Es waren da Sir Remo, Sicherheitsbeauftragter des Königshofs und Sheriff von Nottingham, der ehrenwerte Ritter Mario von der Hochburg der Sackmannen, Ritter Jürg von und zu Kägi und der erste Offizier Graf Mario der Hechelnde. Zu den Anführern in glänzender Rüstung gesellten sich die tüchtigen Wildsauenkrieger Sir Bühlhardt von Thomassen, Edelmann Wipf aus den Alpen, Bruder Luca von der Klosterinsel, der gewiefte Sir Padderich, Manilius der Hofschreiberling und natürlich Knappe Yannik der Kruselkopf, seines Zeichens königlicher Jungtorwächter.

Das Schwarzwild-Heer zog los, doch siehe da, bevor es die gebeutelte Schaffhausertruppe einholen konnte, stellten sich ihm zwei Räuberhorden in den Weg und verlangten Wegzoll. Welch blasphemisches Verhalten gegenüber dem Wildsauenkönig, und so liess Lord Fido sein Heer von der Leine. Auf in die erste Schlacht des Tages!


Blue Mavericks Hüttwilen vs. Wild Pigs Wyland 7:7

Bereits Ende November versuchten die blauen Horden aus dem Thurgau, Zölle zu erheben, mussten sich dann aber vom erbosten Lord Fido und seinem Heer unterjochen lassen. Und auch heuer erging es den unbelehrbaren Rabauken zu Beginn schlecht. Bald hielt sich einer der Blauen nicht an die holde Ritterlichkeit und wurde temporär in die Verbannung geschickt. Ein Umstand, den die Weinländer zu nutzen wussten, verschafften sie sich doch einen 0:1-Vorsprung.

Doch wehe dem, der die Wegelagerer zu unterschätzen wagt. Ins Hintertreffen geraten liessen die Thurgauer ihren schnellsten Gaul, liebevoll Nummer 99 genannt, auf das Weinländer Heer zustürmen. In der Folge mussten die Angegriffenen erhebliche Verluste einstecken, fielen bis 3:1 zurück. Die Wildsauen rappelten sich aber wieder auf, 4:3 zugunsten der Thurgauer stand es, als man sich auf eine vorübergehende Waffenruhe einigte.

Der feindliche Wundergaul Nummer 99 war dann auch Lord Fido ein Dorn im Auge, in einer glühenden Motivationsrede spornte er seine Mannen an, nach Wiederaufnahme des Gefechts dieses Ungeheuer mit allen Mitteln zu stoppen. Das Schwarzwild-Heer lauschte gebannt und zeigte sich gewillt, den Forderungen ihres Anführers Folge zu leisten.

Das funktionierte einigermassen. Schnell konnte das Geschehen ausgeglichen werden. Doch in der Folge erspielten sich die Thurgauer immer wieder eine knappe Führung, die Weinländer glichen wieder aus. Beim Stand von 7:7 beförderten Sir Remo und Ritter Jürg von und zu Kägi den Ball mit vermeintlich legalen Mitteln über die Linie zur Führung. Der Schlachtbeobachter von der UNO sah dies jedoch anders, entsagte den Wildsauen den Torerfolg und schickte sie hinfort. Müde von der Schlacht wurden die Kampfhandlungen bald darauf eingestellt. Lord Fido und der blaue Thurgauer einigten sich darauf, dass jeder seiner Wege zieht und in den Geschichtsbüchern niedergeschrieben wird, dass die Schlacht keinen Sieger hervorgebracht habe. Dieser Pflicht sei hiermit nachgekommen.

Die Truppen des Herzogtums Buchberg-Rüdlingen konnten die Weinländer mit diesem Unentschieden noch nicht abfangen. Angesichts des Spielverlaufs und der Ausgangslage muss aber von einem gewonnenen Punkt die Rede sein, nicht von einem verlorenen. Der Pausentee hat dem Heer gut getan, war doch die zweite Hälfte besser als die erste. So kamen mehr und auch zwingendere Abschlüsse, auch der Thurgauer Wundergaul Nummer 99 konnte besser in Schach gehalten werden. Auch etwas Pech war zu beklagen, prallte doch mehr als ein Geschoss vom gegnerischen Gehäuse ab. Hinzu kommt das aberkannte Tor. Wie dem auch sei, Hauptsache war, dass das Heer weiterziehen konnte, um seine vom Wildsauenkönig befohlene Mission zu erfüllen.


Sportclub ZH-Affoltern vs. Wild Pigs Wyland 5:8

Kaum war man die Thurgauer los, kam eine weitere räuberische Bande aus dem Stadtstaat Zürich in böswilliger Absicht auf Lord Fido und seine Mannen zu. Umgehend kam es zum Kampf, und dies obwohl auch die Zürcher im November vom Wildsauenheer niedergetrampelt wurden. Und die Räuberbande erwischte das Heer tatsächlich auf dem falschen Fuss, konnte rasch in Führung gehen. Die Wildsauen konnten das Resultat in der Folge drehen, hatten aber bis zur Pause zu kämpfen. 2:3 führte man zu diesem Zeitpunkt nur.

Die Weinländer waren vorerst mit einem blauen Auge davon gekommen. Von der Idealleistung war man noch deutlich entfernt, doch führte die Truppe und spielte sich so in eine gute Ausgangslage für die zweite Hälfte. Nichtsdestotrotz forderte Lord Fido eine Reaktion, wusste er doch über die Qualitäten seines Heers Bescheid.

Und siehe da, einmal mehr sollte er Recht behalten. Die Wildsauen zeigten, was in ihnen steckt, zerlegten die Zürcher Defensive zwischenzeitlich in ihre Einzelteile und zogen auf 2:6 davon. Die Souveränität ging in der Folge zwar wieder etwas abhanden, doch die Weinländer verliessen das Schlachtfeld am Ende siegreich. 5:8 lautete das Resultat, so die Kunde. Und sehet, Angehörige des Wildsauenvolks! Sehet hier! Die gebeutelten Truppen des Herzogtums Buchberg-Rüdlingen wurden erfolgreich abgefangen. Dem Wildsauenkönig stehen die Türen offen zur triumphalen Rückkehr in den Thronsaal.


Fazit

Die Rückkehr des Königs ist Tatsache. Der Leaderthron ist wieder in den Händen des Wildsauenvolks. Doch wie dies in den meisten Fällen so ist, gibt es zwei Seiten einer Medaille. Positiv ist, dass die Wildsauen ihre Chance nutzten, die ihnen die Schaffhauser boten, indem sie ungewohnte Schwächen zeigten. Ein Drei-Punkte-Sonntag ist ein Erfolg, der zuerst einmal erreicht werden muss.

Nichtsdestotrotz gibt es Raum für leise Kritik. So schafften es die Wildsauen nicht, ihre beste Leistung abzurufen. Insbesondere gegen Hüttwilen fand man über längere Zeit kein adäquates Mittel, um dem Gegner das eigene Spiel aufzudrängen. Und auch gegen Zürich-Affoltern war insbesondere die erste Hälfte verbesserungswürdig.

Dennoch: Man ist zurück an der Spitze. Die Entscheidung ist jedoch noch längst nicht gefallen. Während die Buchberg-Rüdlingen auf dem Papier ein vermeintlich einfaches Restprogramm hat, stellen sich den Weinländern mit Tösstal und Rapperswil zwei starke Kontrahenten gegenüber. Letztere haben sogar selbst noch die Chance auf den ultimativen Triumph, haben sie sich in den letzten Wochen doch fast unbemerkt an die beiden Spitzenclubs aus den nördlichen Landen herangeschlichen. Es wird in jedem Fall eine heisse letzte Runde. Das beste daran: Das Wildsauenheer hat es nun wieder in den eigenen Händen, ihrem König ein Denkmal zu errichten. Dass die tapferen Krieger dazu im Stande sind, ist bekannt.

In diesem Sinne: Sau, Sau, Wildsau!
Autor: M. S. aus A.
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